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Bosslets Malerei auf Bruchglas, Autoscheiben und Schaufenster markiert den Anfang einer bildnerischen Arbeit, die das Medium der Malerei in zweierlei Hinsicht zu erweitern sucht.  Zum einen befreit er den Bildträger oder Bildgrund von seinem bloßen Schattendasein als übertünchter Untergrund, indem er ihn zum integralen Bestandteil des Bildes selbst macht.  Es wird nicht nur das traditionell bildgebende Material der Farbe, sondern eben auch ihr Grund, das meist nur partiell bemalte Glas, zum Bildinhalt erhoben.  Das alte Figur-Grund-Problem zeigt sich hier in der Fläche und angerissen ist die Idee, daß Malerei nicht ausschließlich als ein Auftragen von Farben auf einen Bildträger aufgefaßt werden muß.

Dies ist der zweite Aspekt der Erweiterung eines Mediums, der in diesen frühen Glasbildern erst noch vermittelt und durch die Auslassungen beziehungsweise das Hervortreten des Glases als Bildmaterial gekennzeichnet ist.  Der übliche "malerische" Farbauftrag ist in dieser Werkphase noch nicht aufgegeben.  Zwar hat Bosslet auch hier schon Industrielacke und Farben aus einem eigentlich unkünstferischen Verwendungszusammenhang benutzt, aber die begriffliche Erweiterung der Malerei als ein bildgebendes Verfahren, das durch die Farbigkeit eines verwendeten Materials geprägt wird, ist hier noch nicht vollzogen.  Es besteht zunächst das Faszinosum von der Zwitterhaftigkeit des Glases, das einerseits Durchsichten erlaubt (und somit die Wand als Bildfläche einbezieht), und andererseits das Bild auch wieder auf eine Tafel reduziert.  

Die Befreiung des Bildgrundes von seinem Abhängigkeitsverhältnis als Bediensteten der Malerei und die damit verbundene Auffassung der Gleichwertigkeit von Bild und Bildträger macht diese Glasmalereien zu einem wichtigen und frühen Statement für Eberhard Bosslets Begriff von Malerei.

Der unmodulierte, anstrichhafte Farbauftrag und die Verwendung von Nutzfarben oder Material von werkstoffbezogener Farbigkeit weist schon darauf hin, daß Bosslet Malerei weiter gefaßt sehen möchte als man mit Öl oder Dispersion käme.  Schon die Eigenwertigkeit der Stoffe und ihre Verwendung im Bilde soll als Malerei zu begreifen sein.  Diese nur folgerichtige Forderung basiert auf der Erkenntnis, daß die Verwendung der sogenannten klassischen Künstlerfarben als ausschließliches Material für die Bildwerke der Malerei eine gesellschaftliche Konvention darstellt, die eher die Bequemlichkeit der Rezipienten und die Bestätigung ihrer Erwartungshaltung betreibt als daß sie der Wirklichkeit entspräche.  Es hat nie Künstlerfarben gegeben, oder, es sind nie Farben speziell für die künstlerische Verwendung erfunden worden.  Sie stammten immer aus ursprünglich handwerklichen Zusammenhängen, und Künstler haben dieses Material nur als für ihre Zwecke nützlich erkannt und in Gebrauch genommen.

Wenn Bosslet also Industrielacke, Haftputz, Bitumen oder Asphalt als Material für Malerei verwendet, dann geschieht das, um das Medium aus seinen zu engen Konventionen zu befreien und sein Begriffsfeld zu erweitern. Martin Bochyneck

Glas Farbe Farben - GFF-GBBW
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